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von DNWE Vorstand | 01.02.2011
von Prof. Dr. habil. Josef Wieland | 30.09.2010
von Achim Halfmann | 13.04.2010
26. bis 27. März 2004, Seeheim-Jugenheim
Neue Situationen
Der Einfluss der internationalen Kapitalmärkte auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ist in den vergangenen zehn Jahren stark gewachsen. Dabei konnten die gesetzlichen Regeln und staatlich organisierten Überwachungsinstitutionen mit dieser Entwicklung nicht immer Schritt halten. Die sich in jüngster Zeit häufenden Finanzskandale haben das Vertrauen in die Integrität der Marktteilnehmer und in die Funktionsfähigkeit der staatlichen Aufsichtsorgane schwer erschüttert. Zugleich müssen sich die Finanzinstitute immer wieder mit kritischen Problemfeldern beschäftigen (z.B. Insidergeschäfte, Geldwäsche, Schwarzgelder, Holocaustgelder u.a.), die dem Image der Branche schaden und die Frage nach einem ethisch akzeptablen Verhalten aufwerfen. Angesichts dieser Situation wird der Ruf nach schärferen Gesetzen und wirksameren Kontrollen immer lauter. Banken und Finanzintermediäre versuchen, durch Selbstregulierungsaktivitäten die Notwendigkeit einer stärkeren staatlichen Regulierung des Kapitalmarkts zu kompensieren.
Es ist an der Zeit, die Möglichkeiten und Grenzen einer ethischen Orientierung der Finanzbranche genauer auszuloten. Dabei stehen folgende Fragen in Zentrum: