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Angesichts demographischer, sozialer und
ökonomischer Veränderungen hat das klassische „Generationenmodell“, in dem die
Jungen für die Alten sorgen, ausgedient. Generationengerechtigkeit bezieht sich
nicht mehr ausschließlich auf die Solidarität der Jungen mit den Alten, sondern
ist zum vielschichtigen Problem zwischen den Generationen geworden und muss
letztlich als Begriff neu definiert werden.
Entsprechend hat sich der Begriff der
„Generationengerechtigkeit“ als Schlagwort in der aktuellen politischen Debatte
etabliert. Dabei ist die Intention derer, die diesen Begriff im Munde führen,
durchaus unterschiedlich. Während die einen damit die Verantwortung der jetzt
Lebenden für die Erhaltung einer lebenswerten Umwelt und stabiler sozialer
Bedingungen für die zukünftigen Generationen meinen, bezeichnet der Begriff für
andere den Anspruch, einen gerechten Ausgleich zwischen den jetzt lebenden
Generationen im Sinne einer sozialen Gerechtigkeit herbeizuführen. Entsprechend
kann sich „Generationengerechtigkeit“ sowohl als Intergenerationengerechtigkeit
beispielsweise zwischen den heutigen und den zukünftigen Generationen äußern.
Zum anderen umfasst der Begriff aber auch eine intragenerationelle Dimension und
bezeichnet mithin Gerechtigkeitsaspekte zwischen den zeitgleich Lebenden, so
beispielsweise zwischen Arbeitslosen und Arbeitnehmern oder zwischen Armen und
Reichen.
Die Tagung „Generationengerechtigkeit“ möchte zum einen zur Klärung und inhaltlichen Aufarbeitung des Begriffs der „Generationengerechtigkeit“ beitragen. Insbesondere gilt es, den Begriff der „Generationengerechtigkeit“ vor dem Hintergrund der sozialen Bedingungen in Deutschland zu konkretisieren. So etwa lässt sich fragen, inwieweit sich Generationengerechtigkeit im Sinne einer sozialen Nachhaltigkeit definieren lässt und wie dies innerhalb des Konzeptes einer Sozialen Marktwirtschaft zum Ausdruck gebracht werden kann.
Zum zweiten ist es das Anliegen der Tagung, die Frage nach den konkreten Möglichkeiten zur Umsetzung von Generationengerechtigkeit innerhalb der Sozial- und Wirtschaftspolitik zu stellen.
Schließlich stellt sich zum dritten die Frage, wie sich konkrete Vorstellungen von Generationengerechtigkeit auf der Ebene der Unternehmung zur Geltung bringen lassen.
Weitere Informationen finden Sie im Programm zum Download.