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von Achim Halfmann | 13.04.2010
von Prof. Dr. habil. Josef Wieland | 19.01.2010
von Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus M. Leisinger | 17.12.2009
22. bis 24. März 2007, Berlin
Dokumentation
Eine komplette Dokumentation der Jahrestagung 2007 finden Sie unter csr-news.net
Das Engagement der Studierendenorganisation des DNWE – sneep – stieß auf der DNWE Jahrestagung in Berlin auf sehr positive Resonanz. Die Podiumsdiskussion zum Berliner Bankenskandal, die von der sneep Lokalgruppe Berlin veranstaltet wurde, war entsprechend gut besucht, was sicher auch an der Aktualität des Themas lag: Einen Tag vor Tagungsbeginn hatte das Berliner Landgericht im Schlüsselprozess um die Berliner Bankenaffäre den früheren CDU-Politiker und Manager Klaus Landowsky zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und vier Monaten wegen Untreue verurteilt. Auf der Mitgliederversammlung appellierte sneep an eine stärkere Kooperation mit den Regionalforen des DNWE, um den Austausch zwischen Studierenden und erfahrenen Wissenschaftlern und Praktikern voranzutreiben.
Im Anschluss an die DNWE Tagung trafen sich 34 engagierte sneeper aus 9
Lokalgruppen, um in insgesamt 5 Workshops die organisatorische
Weiterentwicklung des sneep-Netzwerks voranzutreiben. Die Kommunikation
zwischen den verschieden Lokalgruppen wird in Zukunft durch ein neues
sneep-internes Intranet deutlich verbessert werden. Eine Projektgruppe
wird die schnelle und effektive Nutzung des Intranets durch die
Lokalgruppen sicherstellen. Auch überregionale Projekte sollen von nun
an verstärkt gefördert werden. Weitere Projektgruppen werden sich in
Anschluss an den Workshop „Frischfleisch und alten Hasen“ der
Weiterverfolgung der Frage der Mitgliederneugewinnung und der Frage des
weiteren Engagements von ehemaligen Studierenden widmen. Bezüglich der
Organisation des sneep-Netzwerks wurde von allen Seiten größere
Transparenz und eine weitere Institutionalisierung bestimmter
Strukturen gewünscht, z. B. des Koordinationsteams. In diesem Zuge fand
erstmals eine Wahl von neuen Vertretern für das Koordinationsteam
statt. Magdalena Kloibhofer aus München und Benjamin Diehl aus Mainz
werden das Koordinationsteam in Zukunft verstärken.
Auch die leidige Frage des Geldes wurde in einem Workshop aufgegriffen
und neue Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten diskutiert. Denjenigen,
die sich über die beruflichen Perspektiven nach dem Studium im Bereich
Wirtschaftsethik informieren wollten, kam der Workshop „Getting a job?“
zugute.
Die Veranstaltung wurde von allen Teilnehmern sehr positiv aufgenommen.
Besonders erfreulich war die Anwesenheit von interessierten Neugründern
und der regen Beteiligung der „jüngsten“ Lokalgruppe aus Mainz.
Thema "Wirtschaftskriminalität und Ethik"
Immense volkswirtschaftliche Schäden
Neben den
immensen materiellen Schäden entstehen dabei häufig kaum bezifferbare
immaterielle Reputations- und Imageschäden. Zu erwähnen sind darüber
hinaus die volkswirtschaftlichen Einbußen, die Wirtschaftskriminalität
in einem Marktsegment verursachen kann. Dies gilt besonders dann, wenn
der Sog- und Spiraleffekt grenzmoralischer und wirtschaftskrimineller
Praktiken die Wirtschaftskultur einer ganzen Branche prägt und
Unternehmen so zu wettbewerbsschädigenden Handlungen wie
Preisabsprachen geradezu genötigt werden. Wirtschaftskriminelle
Handlungen geraten so bisweilen nicht nur zu einem operativen, sondern
gar zu einem existentiellen Risiko unternehmerischen Handelns.
Gleichwohl ist die Bereitschaft zur Thematisierung der Situation auf
Seiten der Unternehmen nach wie vor gering, auch unter den Opfern.
Entdeckung und Vermeidung
Das DNWE will mit dem Thema der Jahrestagung das Problem
Wirtschaftskriminalität für Unternehmen und Unternehmer enttabuisieren
und den Dialog über das als heikel geltende Phänomen fördern. Die
Referenten werden darüber mit Ihnen diskutieren, in welchen Formen
Wirtschaftskriminalität bei Unternehmen heutzutage in Erscheinung tritt
und welche strategischen Optionen sich Unternehmen anbieten, um
Wirtschaftskriminalität frühzeitig zu erkennen und zu bekämpfen. Weiter
wird es um die Frage gehen, welchen Beitrag speziell
unternehmensethische Strategien und Konzepte zur Bekämpfung und
Prävention von Wirtschaftskriminalität leisten können.
Das Tagungsprogramm zum Download.
Donnerstag, 22. März 2007 ab 14.30h Anmeldung
16.00h Begrüßung und Eröffnung
16.45h Introductory Note
Wirtschaftskriminalität und gesellschaftspolitische Verantwortung
Wolfgang Schäuble (BMI, angefragt)
17.00h Kaffeepause
17.15h Eröffnungsvortrag
Wirtschaftskriminalität in der Bundesrepublik – Fallbeispiele, Entwicklungstrends, Folgeschäden
Jörg Zierke (BKA)
18.00h Abendessen
19.00h–21.00h Podiumsdiskussion
Wirtschaftskriminalität als Herausforderung für Politik und Wirtschaft
Moderation: Arne Storn (Die Zeit)
Teilnehmer:
Jörg Zierke (BKA)
Wolfgang Schaupensteiner (Sonderstaatsanwaltschaft Korruption, Frankfurt)
Josef Wieland (Zentrum für Wirtschaftsethik, Konstanz)
Kai Bussmann (Universität Halle-Wittenberg)
Dieter John (KPMG)
Hartmut Mehdorn (Deutsche Bahn AG, angefragt)
Peter Eigen (TI, angefragt)
Freitag, 23. März 2007
09.00h Vortrag 1
Wirtschaftskriminalität im interkulturellen Vergleich
Prof. Dr. Kai Bussmann (Universität Halle-Wittenberg)
09.45h Vortrag 2
Wirtschaftskriminalität und ihre sozialstrukturellen Rahmenbedingungen
Prof. Dr. Karlhans Liebl (Hochschule der Sächsischen Polizei Rothenburg)
10.30h Kaffeepause
Workshops ab 11.00h
A1 Betriebskriminalität
Unterschlagungs- und Betrugsdelikte von Angestellten
Beiträge: u.a. Roger Odenthal (Odenthal Unternehmensberatung), Jochen Benz und Henrik Becker (KPMG)
A2 Produktpiraterie
Plagiate im internationalen Wettbewerb
Leitung: Prof. Dr. Joachim Fetzer (DNWE-Vorstand)
Beiträge: u.a. Christopher Scholz (Geschäftsführer Markenband e.V.).
A3 Bilanzierungsmanipulationen
Risiko und Prävention von Bilanzierungsdelikten
Leitung: Prof. Dr. Volker H. Peemöller (Universität Erlangen-Nürnberg).
Beiträge: u.a. Dr. Kathleen Mittelsdorf (Universität Jena).
A4 Korruption
Bestechungsdelikte und das Wertemanagement in Unternehmen
Leitung: Caspar von Hauenschild (TI)
Beiträge: Dr. Frank Schury (DFS Deutsche Flugsicherung), Dr. Stephan Grüninger (DNWE-Vorstand).
12.30h Mittagspause
14.00h Vortrag 3
Person und Situation – über die Bedeutung personaler und situativer Risikofaktoren bei wirtschaftskriminellem Handeln
Prof. Dr. Hendrik Schneider (Universität Leipzig)
14.45h Vortrag 4
Unternehmensinterne Strategien der Kriminalprävention
Dieter John (KPMG)
15.30h Kaffeepause
Workshops ab 16.00h
B1 Risiko Wirtschaftskriminalität
Neue Erkenntnisse aus Theorie und Praxis
Leitung: Prof. Dr. Hendrik Schneider (Universität Leipzig), Dieter John (KPMG).
B2 Vermeidung von Wirtschaftskriminalität
Möglichkeiten der Prävention durch Unternehmen
Leitung: Jochen Benz (KPMG)
Beiträge: u.a. Prof. Dr. Kai Bussmann (Universität Halle-Wittenberg), Roger Odenthal (Odenthal Unternehmensberatung).
B3 Entdeckung von Wirtschaftskriminalität
Hinweisgebersysteme und EDV-gestützte Aufdeckungsroutinen
Leitung: Henrik Becker (KPMG)
Beiträge: u.a. Dr. Edgar Joussen (Ombudsmann, Deutsche Bahn AG), Kenan Tur (BusinessKeeper AG).
C Sneep-Workshop
Berliner Bankenskandal
Leitung: Helena Klinger (sneep Berlin)
Beiträge: u.a. Prof. Dr. Rolf Kreibich (Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung).
18.00h Abendessen
19.00h Mitgliederversammlung DNWE
-- Samstag, 24. März 2007
09.00h Vortrag 5
Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität mit den Mitteln des Strafrechts
Prof. Dr. Heiner Alwart (Universität Jena)
09.45h Vortrag 6
Strukturen der Korruption
Prof.’in Dr. Britta Bannenberg (Universität Bielefeld)
10.30h Kaffeepause
10.45h Vortrag 7
Wirtschaftskriminalität als Thema der Unternehmensethik
Prof. Dr. Josef Wieland (Zentrum für Wirtschaftsethik Konstanz)
11.30h Vortrag 8
Wirtschaftskriminalität und Corporate Responsibility
Prof. Dr. Klaus Leisinger (Novartis Foundation)
12.15h Kaffeepause
12.30h Abschlusspodium
Heiner Alwart, Britta Bannenberg, Josef Wieland, Klaus Leisinger; Moderation: Arne Storn
13.15h Schlusswort
Prof. Dr. Albert Löhr (DNWE-Vorstand)
Anreise und Tagungsort
Vom Flughafen Tegel (18 km)
Mit Bus 109 Richtung Zoologischer Garten bis Jakob-Kaiser-Platz. Dort
umsteigen U7 in Richtung Rudow bis Fehrbelliner Platz. Dort wechseln in
U3 Richtung Krumme Lanke bis Thielplatz. Sie verlassen anschließend den
Bahnhof in Fahrtrichtung durch den linken Ausgang. Das Harnack-Haus
befindet sich dann rechts in ca. 50m Entfernung.
Vom Flughafen Berlin Schönefeld (25 km)
Mit dem Bus 171 bis zum U-Bahnhof Rudow. Dort umsteigen in U7 Richtung
Rathaus Spandau bis zum Fehrbelliner Platz. Dann wechseln in U3
Richtung Krumme Lanke bis Thielplatz, verlassen Sie dann den Bahnhof in
Fahrtrichtung durch den linken Ausgang. Das Harnack-Haus befindet sich
dann rechts in ca. 50m Entfernung.
Vom Hauptbahnhof/Lehrter Bahnhof (14 km)
Mit S7 Richtung Potsdam Hauptbahnhof bis zum Zoologischen Garten. Dort
umsteigen in U9 Richtung Rathaus Steglitz bis Spichernstraße. Wechseln
Sie in U3 Richtung Krumme Lanke bis Thielplatz, verlassen Sie dann den
Bahnhof in Fahrtrichtung durch den linken Ausgang. Das Harnack-Haus
befindet sich dann rechts in ca. 50m Entfernung.
Vom Bahnhof Südkreuz (nur ausgewählte Züge)
Mit S41 (Ringbahn) bis zum Heidelberger Platz. Dort umsteigen in U3
Richtung Krumme Lanke bis Thielplatz, verlassen Sie dann den Bahnhof in
Fahrtrichtung durch den linken Ausgang. Das Harnack- Haus befindet sich
dann rechts in ca. 50m Entfernung.
Anreise mit dem PKW
Jeweils auf die A 115, Ausfahrt Hüttenweg Nr. 2, von dort rechts
Richtung Dahlem bis Ecke Clayallee, dann rechts, an nächster Kreuzung
links in Saargemünder Straße einbiegen, kurz darauf erreicht man an der
Ecke Ihnestraße das Harnack-Haus.
Deutsches Netzwerk Wirtschaftsethik – DNWE
Das Deutsche Netzwerk Wirtschaftsethik – EBEN-Deutschland e.V. (DNWE)
wurde im Mai 1993 in Bad Homburg gegründet und hat inzwischen rund 500
Mitglieder. Das Netzwerk ist eine partnerschaftliche, von Wissenschaft
und Praxis gemeinsam getragene Initiative. Mit dem Ziel, den Austausch
von Gedanken und Ideen über ethische Fragen des Wirtschaftens zu
fördern und wirtschaftliches Handeln ethisch zu orientieren, will das
Deutsche Netzwerk Wirtschaftsethik Vertreter der Wissenschaft, der
Praxis und der Verbände zusammenführen, um zur Lösung von ethischen
Problemlagen in der sozialen Marktwirtschaft beizutragen.
KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft
Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Als Verbund rechtlich selbstständiger, nationaler Mitgliedsfirmen ist
KPMG International mit ca. 100.000 Mitarbeitern in 144 Ländern eines
der größten Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen weltweit.
Auch in Deutschland gehört KPMG zu den führenden Unternehmen in diesem
Geschäftsfeld und ist mit über 7.000 Mitarbeitern an über 20 Standorten
präsent. Der Bereich Forensic von KPMG beschäftigt sich als eine auf
Wirtschaftskriminalität spezialisierte Abteilung bereits seit mehr als
zehn Jahren mit den Möglichkeiten der Aufdeckung von und Prävention
gegen Wirtschaftskriminalität.
Deutsches Forum für Kriminalprävention (DFK)
Die Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention (DFK) wurde als
bundesweite Schnittstelle zwischen Staat, Wirtschaft und nicht zuletzt
der Öffentlichkeit ins Leben gerufen. Durch das DFK wird Vertretern der
Politik und der Unternehmen ein Diskussionsforum zur Entwicklung und
Koordination im Bereich der Prävention bereitgestellt. Zahlreiche
Spitzenpolitiker, hochrangige Vertreter diverser Verbände sowie
Führungskräfte aus der deutschen Industrie und Finanzwelt engagieren
sich im Kuratorium und im Vorstand des DFK.
Transparency International – Deutschland e.V. ( TI-D)
Transparency International (TI) ist eine weltweite Initiative zur
Bekämpfung von Korruption. Sie wurde 1993 gegründet und ist zurzeit mit
nationalen Sektionen in mehr als 90 Ländern vertreten. TI zielt mit
seiner Arbeit insbesondere auf die Stärkung der zivilgesellschaftlichen
Kräfte gegen Korruption und sucht Koalitionen mit Regierungen,
Verwaltungen, Politikern und mit der Wirtschaft, die eine
vertrauenswürdige, transparente, werteorientierte, zivile demokratische
Politikkultur vertreten.