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Kölner Stadtwerke mit Beauftragtem gegen die Korruption

von Achim Halfmann | 13.04.2010

Köln > Die Kölner Stadtwerke setzen einen neutralen Korruptionsbeauftragten ein, an den sich die rund 10.000 Mitarbeiter der Stadtwerke und der ihnen angeschlossenen Unternehmen ebenso wenden können wie im Verdachtsfall auch jeder andere Bürger. Gerhard Reinke, Pressesprecher der Stadtwerke, sprach gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger von sehr zeit- und verhandlungsintensiven Vorbereitungen für das Projekt. Alle sechs direkten Konzerngesellschaften - KVB, Rhein-Energie, Abfallwirtschaftsbetriebe, Köln-Bäder, Wohnungsgesellschaft und Häfen und Güterverkehr - hatten im März entsprechende Verträge unterzeichnet, anschließend wurden die Mitarbeiter informiert. Ein Zusammenhang mit dem Kölner U-Bahn-Skandal bestehe nicht, so Reinke. Das neue "Hinweis-Management-System" sei bereits vorher in
Vorbereitung gewesen. Der neutrale Korruptionsbeauftragte kann eigenständig Ermittlungen und Untersuchungen bei den Konzerngesellschaften einleiten. Im Zusammenhang mit dem Kölner U-Bahn-Bau war es auch korruptionsbedingt zu milliardenschweren Folgeschäden gekommen.

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