Sind Zwangsumsiedlungen für neue Tagebaue heute noch akzeptabel?

20.01.2012 | 18:30- 21:00 | Diskussion

"Im Sommer 1991 erklärte der damalige brandenburgische Ministerpräsident Manfred Stolpe, daß "Horno das letzte Dorf sei, das der Braunkohle weichen" müsse. Inzwischen sind jedoch allein in der brandenburgischen Niederlausitz mit Atterwasch, Grabko, Kerkwitz, Proschim sowie Teilen Welzows weitere Gemeinden von Umsiedlung bedroht; in der sächsischen Oberlausitz stehen, sollten entsprechende Pläne verwirklicht werden, Mulkwitz, Rohne und Teile von Schleife vor der Umsiedlung. Das Besondere an allen genannten Orten ist zudem, dass sie zum sorbischen Siedlungsgebiet gehören, das seit dem Beginn großflächiger Tagebaue immer stärker unter Druck geraten ist. Mit der Betrachtung dieses Themas diskutieren wir Konfliktfelder, der politischen Ethik und Fragen des spannungsreichen Zusammenhangs von Wirtschaft und Kultur, sowie die Vieldeutigkeit des Wortes 'Heimat'." Zum Referenten: PD Dr. Steffen Groß hat Volkswirtschaftslehre studiert und anschließend im Bereich Philosophie promoviert. Derzeit ist er an der BTU Cottbus tätig und gleichzeitig ständiger Mitarbeiter in einem Projekt der University of Oxford. Besonderes Forschungsinteresse besteht an disziplinübergreifenden Fragestellungen (v.a. VWL und Philosophie).


Weitere Informationen
Veranstalter Sneep Zittau, Regionalforum Sachsen des DNWE, IHI Zittau
Kosten

keine/keine

Adresse Zittau
Klieneberger Platz 1
Kontakt IHI Zittau am Markt 3 02763 Zittau
Veranstaltungsprogramm zum Download:

Modi.pdf

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