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von DNWE Vorstand | 01.02.2011
von Prof. Dr. habil. Josef Wieland | 30.09.2010
von Achim Halfmann | 13.04.2010
Finanz- und Wirtschaftskrise, Futtermittelskandale und Umweltkatastrophen der letzten Zeit lassen die Diskussion um die Frage wiederaufleben, wie viel an Eigenverantwortung der Staat einfordern, was er den Unternehmen als bürgerschaftlich verantwortlichen Akteuren überlassen sollte und was Gegenstand gesetzlicher Regulierungen zu sein hat. Bieten Wirtschaftsethik und Konsumentenbewusstsein ausreichend Anreize für verantwortungsvolles Unternehmenshandeln - oder bedarf es rechtlicher Regeln, um ökologische und soziale Kosten wirtschaftlichen Handelns nicht nur der Allgemeinheit aufzubürden? „Die soziale Verantwortung der Wirtschaft ist es, ihre Profite zu vergrößern“, schrieb der liberale Ökonom Milton Friedman im September 1970. Während nach traditioneller Auffassung eine Unternehmung die Bedürfnisse ihrer Kundinnen und Kunden zum Kern ihres Strebens macht, hat der Staat dafür zu sorgen, dass sich diese Bedürfnisse artikulieren können, ohne das Marktbeeinflussungen und Machtverzerrungen die Möglichkeiten der Nachfrager einschränken. Dass alle Akteure dabei fair agieren, ist ebenfalls Ziel der gesetzlichen Rahmenordnung, zu der auch gehört, die unternehmensinterne Governance mit zu gestalten. Was spricht aus Sicht der Wirtschaft für ein Mehr an gesellschaftlicher Verantwortung? Ein „level playing field“ macht verantwortungsvolles Unternehmenshandeln wettbewerbsfähiger. Inzwischen sind eine Vielzahl von freiwilligen Berichts- und Sektorstandards und politische Initiativen zur Förderung freiwilliger Unternehmensverantwortung entstanden. Wie effektiv sind diese Instrumente? Mit Multi-Stakeholder-Initiativen werden dem gewählten Parlament gesellschaftliche Steuerungskompetenzen entzogen und Verantwortungs- und Haftungszusammenhänge aufgelöst und ersetzt. Wie sind solche Formen privater Governancen also legitimiert? Freiwillig oder verbindlich?
Die Tagung versteht sich als pointierter, sachlich fundierter Beitrag zur Debatte um Unternehmensverantwortung und richtet sich an Fachleute und Interessierte verschiedener Arbeitsgebiete aus Unternehmen, Politik, Bürgergesellschaft. Sie greift Erfahrungen mit freiwilligen Berichtsinstrumenten und Codes of Conduct auf, beleuchtet den Stand aktueller politischer Prozesse zu CSR und bietet neben namhaften Vertretern beider Positionen auch den Teilnehmenden Raum für diese notwendige Diskussion.
Wir laden herzlich dazu ein. Heinz Fuchs Ev. Entwicklungsdienst, Bonn Marianne Henkel BUND, Greifswald Dr. Michael Hartmann Ev. Akademie zu Berlin Volkmar Lübke CorA, Berlin
| Veranstalter | Evangelische Akademie zu Berlin Evangelischer Entwicklungsdienst CorA Corporate Accountability BUND Freunde der Erde |
| Kosten | bis zum 25.03.2011 mit Ihren kompletten Daten. Mit unserer Bestätigung wird Ihre Anmeldung verbindlich. Es wird kein Kostenbeitrag erhoben. Anmeldung über unsere Website: http://www.eaberlin.de/anmelden.php?vstg_id=9685 |
| Adresse | Französische Friedrichstadtkirche Gendarmenmarkt 5, 10117 Berlin |
| Kontakt | huschke@eaberlin.de Rosalita Huschke Evangelische Akademie zu Berlin Charlottenstr. 53/54, 10117 Berlin Tel: 030 203 55 404 Fax: 030 203 55 550 |