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Die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen ist ein Thema, das immer aktuell ist. Es kann nicht in wenigen Sätzen abgehandelt werden, so dass man „einen Haken dran machen“ kann, um sich rasch wieder dem Tagesgeschäft zuzuwenden. Verantwortung ist immer relevant – nicht erst dann, wenn ein aktueller Skandal durch die Medien geht.
Daher freue ich mich, dass ich auch in diesem Jahr mit dem CSRcamp 2019 die Diskussion um die Corporate Social Responsibility in einer modernen Veranstaltung an meine Hochschule binden kann. In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass der Dialog auf Augenhöhe sehr bedeutsam ist. Denn das offene Format des Barcamps erlaubt es, den Teilnehmenden ihre eigenen Themen rund um CSR zur Diskussion zu stellen. CSR Manager*innen können ihre Good Practice austauschen und mit Führungspersönlichkeiten aus unterschiedlichsten Organisationstypen die Anforderungen an eine gelingende CSR diskutieren. Im kritischen Dialog zwischen Praxis und Wissenschaft können neue Ideen und Impulse entstehen, die sowohl für die gestandenen Leute aus der Praxis als auch für die Studierenden als künftige Führungskräfte leitend und wirksam werden können.
CSR versteht sich nicht als ein Thema, das nur Unternehmen etwas angeht. Jede Organisation ist aufgefordert, Verantwortung für ihr Umfeld zu übernehmen, mit dem sie verwoben ist. So haben auch Vereine, Verbände oder zivilgesellschaftliche Organisationen eine für sie eigene Kernverantwortung, der sie gerecht werden müssen. Und nicht zuletzt stehen auch Hochschulen in einer besonderen gesellschaftlichen Verantwortung, die über ihren Lehr- und Forschungsauftrag hinausgeht.
Das Spektrum der Themen, die unter der Corporate Responsibility verhandelt werden, scheint fast grenzenlos zu sein. Bei der zunehmenden Komplexität, der Organisationen in ihrem geschäftlichen Umfeld ausgesetzt sind, ist das wenig verwunderlich. Ein Phänomen, das die CSR-Diskussion auch in den kommenden Jahren herausfordern wird, ist die Digitalisierung. Ist beispielsweise eine Digital Bill of Rights notwendig, und welche Anforderungen müsste sie gegebenenfalls erfüllen? Oder wie steht es um den Zusammenhang von Digitalisierung und Diversität? Aber auch die Verantwortlichkeiten, die beispielsweise der Klimawandel oder die Flüchtlingsbewegungen an uns alle herantragen, werden in den nächsten Jahren nicht aus den Diskussionen wegzudenken sein. Das führen uns die Medienberichte über ‚Friday for Future‘ oder die Rettung von Flüchtlingen, wie aktuell durch die ‚Sea Watch 3‘ im Mittelmeer, deutlich vor Augen. Auf diese und viele andere gesellschaftliche Herausforderungen unserer Zeit müssen auch Unternehmen im Rahmen ihrer Kernverantwortung eine Antwort finden.

Für DNWE Mitglieder: Es wird ein Nachlass auf den Ticketpreis von 25% gewährt, wenn die Anmeldung über den Ticketcode „dnwe“ erfolgt!

Themen:
„Unternehmensverantwortung in Zeiten von Digitalisierung, Klimawandel und steigender Überlastung natürlicher Ressourcen“ (Christian Hofmann)

Digitalisierung und Klimawandel, aber auch die steigende Überlastung der natürlichen Ressourcen der Erde sind Herausforderungen, die immer intensiver, aber selten im Kontext miteinander diskutiert werden. Ohne eine Veränderung wirtschaftlichen Handelns wird es keine nachhaltigen Lösungen geben. Was bedeutet dies für die unternehmerische Verantwortung? Ist die Digitalisierung mehr Bedrohung oder eher eine Chance? Bilden die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (SDG’s) einen geeigneten Rahmen, um ganzheitliche Lösungen zu finden? Zu diesem Themenfeld möchte ich gern einige Thesen zur Diskussion stellen.

„Unternehmen haben eine Kernverantwortung!“ (Prof. Dr. Matthias Schmidt)

Unternehmen werden mit immer mehr gesellschaftlichen Themen konfrontiert, für die sie sich verantworten müssen bzw. sollen. Da sie nicht allen Ansprüchen gleichermaßen gerecht werden können, müssen sie sich fokussieren. Aus ihrem Kerngeschäft und ihren Kernwerten ergibt sich für sie eine individuelle Kernverantwortung. Wie diese Kernverantwortung ermittelt werden kann und wie die Unternehmen ihr gerecht werden können, möchte ich in dieser Session diskutieren.

„Barcamps im CSR-Einsatz!“ (Prof. Dr. Kai-Uwe Hellmann)

Barcamps finden vielseitig Einsatz, für Netzwerke, Unternehmen, Verbände. Sie zeichnen ich durch Eigeninitiative, Partizipation und Selbstorganisation aus. Es geht um Dialog auf Augenhöhe. Verantwortung wird groß geschrieben. Genau aus diesem Punkt bieten sich Barcamps auch dafür an, im Rahmen von CSR-Maßnahmen zum Einsatz gebracht zu werden: Hierarchieren werden zeitweilig außer Kraft gesetzt. Sämtliche Belange zu einem bestimmten Themenfeld können zur Sprache gebracht werden. Gleichheit der Bedingungen und wechselseitiger Respekt rahmen das Geschehen. Für CSR-Maßnahmen sind dies ideale Bedingungen. Laßt uns über die Möglichkeit des verstärkten Einsatzes von Barcamps für CSR-Belange diskutieren.