Im Jahr 2018/19 ehrt das DNWE die
VEREINIGUNG MAXTEX
für das große freiwillige Engagement auf dem Weg zu einer nachhaltigen Textilwirtschaft.

Die Vereinigung MaxTex zeigt, dass die Umsetzung sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit entlang der textilen Wertschöpfungskette nicht im Gegensatz zu wirtschaftlichem Erfolg stehen muss, sondern im Gegenteil diesen langfristig stärkt. Sichtbares Zeichen gegenüber den Mitgliedern ist neben der Schaffung von Bewusstsein, eine konsequente Hinführung zu einer auf ökologische und soziale Kriterien ausgerichteten Unternehmenskultur sowie eine authentische, stets an einer nachhaltigen Entwicklung ausgerichteten Werteorientierung.

Die Verleihung der Auszeichnungen erfolgte im Rahmen einer Feierstunde am 27. März 2019.

Empfang zur Preisverleihung

Grußwort Prof. Dr. Michael Aßländer, Technische Universität Dresden, Vorsitzender der Jury zum DNWE-Ethikpreis 2018

Grußwort Monika Rühl, Vorstand Deutsches Netzwerk Wirtschaftsethik – EBEN Deutschland e. V.

Laudatio Prof. Dr. Albert Löhr, Mitglied des Kuratoriums des DNWE

Preisträger Hans-Peter Beck, Vorsitzender des Vorstandes der Vereinigung MaxTex

Das DNWE dankt der Stiftung S.H.A.R.E. für die Initiierung und Finanzierung des Preises.

Der Preis

Der Preis für Unternehmensethik wird vom Deutschen Netzwerk Wirtschaftsethik seit dem Jahr 2000 im Zweijahresturnus an Unternehmen oder andere Organisationen verliehen, die ihre Geschäftspolitik und Geschäftskultur so organisiert und ausgerichtet haben, dass ethisches Verhalten und Handeln in und durch dieses Unternehmen oder diese Organisation in Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig gefördert werden.

Die Kriterien

Die Auszeichnung stellt entwicklungspolitische Aktivitäten in den Vordergrund, wie sie insbesondere in den Kriterien des Global Compact formuliert wurden. Als weitere Prüfkriterien gelten Prozesshaftigkeit und Nachhaltigkeit, die sich in einem bestimmten Projekt oder einer bestimmten Geschäftspolitik des Unternehmens oder der Organisation manifestieren.

Prozesshaftigkeit bedeutet, dass der Preis nicht für individuelle Handlungen von Personen vergeben wird. Es ist vielmehr zu prüfen, ob in einer Organisation ein die Unternehmensethik fördernder Prozess ernsthaft eingeleitet wurde und gelebt wird. Einzelpersonen werden in diesem Zusammenhang stellvertretend für das auszuzeichnende Unternehmen oder die auszuzeichnende Organisation geehrt.

Nachhaltigkeit bedeutet, dass der Preis nicht für Einzelaktionen oder nur kurzfristig wirkende Maßnahmen zur Unternehmensethik vergeben wird. Es ist vielmehr zu prüfen, ob ein Unternehmen oder eine Organisation strukturell wirksame unternehmensethische Projekte und geschäftspolitische Maßnahmen eingeleitet hat.

Prozesshaftigkeit und Nachhaltigkeit bedeuten auch, dass nicht „das Gute“ (gute Tat, gute Menschen) ausgezeichnet wird, sondern Organisationen und Menschen, die sich auf den Weg gemacht haben, die ethische Verfassung und Sensibilisierung der Wirtschaft zu verbessern.

Der Preis bezieht sich in erster Linie auf deutsche Unternehmen und Organisationen, schließt aber eine Vergabe im europäischen Raum nicht aus. Diese Auszeichnung wird in einer offiziellen Feierstunde vergeben, die die Resonanz und Relevanz des Anliegens in der Öffentlichkeit fördert.

Die Jury

Die DNWE-Mitglieder werden im zweijährigen Rhythmus dazu aufgerufen, Kandidaten für den Preis für Unternehmensethik vorzuschlagen. Eine Jury prüft die eingegangenen Vorschläge im Hinblick auf die Vergabekriterien und wählt den zukünftigen Preisträger aus.

Die Mitglieder der Preisjury (2018):

Prof. Dr. Michael Aßländer
Vorsitzender der DNWE-Preisjury

Karl-Hermann Blickle

Prof. Dr. Monika Eigenstetter

Prof. Dr. Albert Löhr

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Horst Steinmann
Mitglied und Ehrenvorsitzender des Kuratoriums

Prof. Dr. Andreas Suchanek

Liste der Preisträger

2016:  VAUDE GmbH, Tettnang

2012:  Tchibo GmbH, Hamburg

2010:  Ristic AG

2008:  Business Social Compliance Initiative (BSCI)

2006:  Novartis AG, Basel

2004:  Faber Castell AG, Stein bei Nürnberg

2002:  Puma AG, Herzogenaurach

2000:  Otto Versand GmbH & Co, Hamburg