Preisträger 2008

Branchregelung zur Implementierung von CSR-Maßnahmen

amfori wurde 2008 für Ihren bedeutsamen Schritt hin zu international wirksamen Branchenregelungen mit dem Preis für Unternehmensetik ausgezeichnet. Damit ließen sich Fortschritte – aber auch Defizite – der Implementierung von CSR-Maßnahmen gebündelt dokumentieren und diskutieren.

In einer globalen Wirtschaftsgesellschaft sind auch Handel und Konsum global. Demzufolge wurden für den einzelnen Verbrauchenden die sozialen und ökologischen Anbau- und Herstellungsbedingungen der meisten dieser Produkte nicht mehr ohne weiteres ersichtlich. Im Jahr 2002 begann daher der europäische Außenhandelsverband „Foreign Trade Association“(FTA) damit, eine gemeinsame europäische Plattform zu schaffen, die internationalesoziale Standards miteinander in Einklang bringen sollte. Circa zwanzig verschiedene Unternehmen aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz sowie aus Schweden waren an diesem Projekt beteiligt und gründeten BSCI (heute amfori). Diese Verbandslösung im Sinne eines institutionellen Fortschirtts in der Sozialstandardsdiskussion erachtete das DNWE neben dem BSCI-Verhaltenskodex und der Tatsache, dass die beiden Prüfkriterien Nachhaltigkeit und Prozessorientierung im hohen Maße präsent waren als besonders auszeichnungswürdig.

Zur Laudatio der Preisverleihung

Unternehmensprofil

Aktuelles Projekt

Der Katalysator des wirtschaftlichen und sozialen Wachstums Bangladeschs, der Konfektionsbekleidungssektor (RMG), erwirtschaftet über 80% der gesamten Exporteinnahmen und über 12% des BIP des Landes. Mit dem Ziel der Regierung, die Exporteinnahmen bis 2021 von 30 Milliarden US-Dollar auf 50 Milliarden US-Dollar zu steigern, soll die Zahl der weiblichen Beschäftigten erhöht werden Das Hauptziel des “Shobola-Projekts” besteht darin, die Frauen, die im bangladeschischen RMG-Sektor arbeiten, zu befähigen und die daraus resultierenden geschäftlichen und betrieblichen Vorteile für die Amfori-Mitglieder und Produzenten hervorzuheben. Das Projekt zielt darauf ab, einen systematischen Ansatz zu entwickeln, um die oberste und mittlere Führungsebene für die Gleichstellung der Geschlechter und die Bekämpfung der sexuellen Belästigung zu sensibilisieren und die Arbeitnehmerinnen durch Schulungen in Führung und Kapazitätsaufbau zu befähigen. Durch Aufbau von Vertrauen der Arbeitnehmerinnen in die Übernahme größerer Verantwortung und die Schulung des Fabrikmanagements im Hinblick auf die Verringerung von Konflikten am Arbeitsplatz soll das Projekt ein sicheres und förderliches Umfeld schaffen.

Zur Broschüre