Forum Compliance & Integrity

– eine Initiative des Zentrums für Wirtschaftsethik

FCI News November 2018

BROSCHÜRE ZUM BERLINER CSR-KONSENS VERÖFFENTLICHT

Das CSR-Forum der deutschen Bundesregierung beschließt Grundsatzpapier zur Unternehmensverantwortung in Liefer- und Wertschöpfungsketten

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Zwischenzeitlich wurde die Druckfassung des „Berliner CSR-Konsens zur Unternehmensverantwortung in Liefer- und Wertschöpfungsketten“ veröffentlicht. Unter der Leitung des Staatssekretärs im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Björn Böhning, hatte das Nationale CSR-Forum der Bundesregierung bereits am 25. Juni 2018 den wichtigen Grundsatzbeschluss verkündet.
Im entsprechenden Konsens haben sich Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften, Kammern und Zivilgesellschaft sowie Mitgliedsunternehmen des CSR-Forums erstmals darauf geeinigt, welche Anforderungen in einer globalisierten Wirtschaft an ein verantwortliches Management von Liefer- und Wertschöpfungsketten und seine betriebliche Umsetzung zu stellen sind.
Ziel des „Berliner CSR-Konsenses“ ist es, Unternehmen branchenübergreifend Orientierung zu geben, wie die unternehmerische Sorgfalt im Hinblick auf soziale, ökologische und menschenrechtliche Sorgfalt angemessen ausgeübt werden kann.

Der „Berliner CSR-Konsens“ wurde im Rahmen einer Arbeitsgruppe des Nationale CSR-Forums der Bundesregierung unter Vorsitz von Prof. Dr. Josef Wieland (Vorsitzender des FCI und Direktor Leadership Excellence Institute Zeppelin, Zeppelin Universität) und Heino von Meyer (Leiter OECD Berlin Centre) erarbeitet. Das Dokument weist auf wichtige internationale Standards hin, leitet daraus Führungs- und Managementprinzipien für Unternehmen ab und erläutert die zentralen Elemente eines verantwortungsvollen Managements von Liefer- und Wertschöpfungsketten. Darüber hinaus wird dargelegt, was Sozialpartner, Kammern und Zivilgesellschaft beitragen können, um Unternehmen bei der Ausübung ihrer unternehmerischen Sorgfalt zu unterstützen und welche Erwartungen an Unterstützungsangebote der Bundesregierung gestellt werden.

Der „Berliner CSR-Konsens“ ergänzt als ein durch nichtstaatliche Stakeholder erarbeitetes Dokument den Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte der Bundesregierung. Die Mitglieder des CSR-Forums haben unterstrichen, die Umsetzung der VN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte in Deutschland zu unterstützen.

Hier finden sich weitere Informationen auf der Seite des Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

https://www.bmas.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2018/grundsatzpapier-unternehmensverantwortung.html

FCI News Oktober 2016

FCI-HANDREICHUNG „UNTERNEHMENSINTEGRITÄT & COMPLIANCE – WAS WIRKLICH WICHTIG IST.“

Veröffentlichung einer praxisorientierten Handreichung für Führungskräfte mit Dos & Don’ts bei der Umsetzung eines wirksamen Integrity Managements

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Die vom Forum Compliance & Integrity (FCI) veröffentlichte Handreichung „Unternehmensintegrität & Compliance – Was wirklich wichtig ist“ zielt darauf ab, Entscheider in Unternehmen – v.a. Vorstände, Geschäftsführer, Aufsichtsräte und obere Führungskräfte – mit den wesentlichen Grundlagen, theoretischen Zusammenhängen und anwendungsbezogenen Konzepten zum Thema Unternehmensintegrität vertraut zu machen. Es scheint eine zwingende Voraussetzung für das Gelingen einer verantwortungsvollen Unternehmensführung zu sein, dass sich die Unternehmenslenker systematisch mit der moralischen Seite des Wirtschaftens befassen, um Rechts- und Reputationsrisiken präventiv begegnen und Chancen aus vertrauensvollen Kooperationsbeziehungen mit den Stakeholdern des Unternehmens nachhaltig nutzen zu können.

Viele negative Beispiele aus den letzten Jahren im Bereich der unternehmensbezogenen Korruption, der Geldwäsche, der Wettbewerbsdelikte, der Verstöße gegen das Umweltrecht etc. haben gezeigt, dass vorhandene Compliance-Systeme systematisches Fehlverhalten in bzw. von Unternehmen nicht verhindern oder frühzeitig aufdecken konnten. Der „VW-Abgasskandal“ steht sinnbildlich für dieses „Compliance-Versagen“. Häufig liegt die Ursache dafür in der mangelnden Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit der unternehmensbezogenen Redlichkeitsbemühungen.

Die FCI-Handreichung möchte daher erstens einen Diskussionsbeitrag dazu leisten, wie durch Maßnahmen des „Integrity Managements“ die herkömmlichen Compliance-Systeme in ihrer Wirksamkeit verbessert werden können. Dabei ist klar, dass diese Ausführungen keine letzten Wahrheiten darstellen, sondern das ernsthafte Bemühen um bessere Lösungen fördern sollen. Eine zweite weiterführende Zielsetzung ist die Förderung der Reflexion der über die rechtlich normierten Standards hinausgehenden Unternehmensverantwortung (Corporate Responsibility). Eine so gelagerte werteorientierte Unternehmensführung erkennt die für das eigene Unternehmen kritischen moralischen Fragen, setzt Maßstäbe für das eigene Handeln und zeigt dabei sowohl den eigenen Gestaltungsanspruch als auch die Grenzen der (möglichen) Verantwortungsübernahme klar und selbstbewusst auf.

Die konzeptionellen Ausführungen richten sich ebenso wie die enthaltenen Handlungsempfehlungen in Form von Dos und Don‘ts an Manager, die von sich aus davon überzeugt sind, dass nachhaltiger Erfolg durch eine integre Unternehmensführung unterstützt wird. Damit ist gleichzeitig gesagt, dass es auch nicht-integre Unternehmen gibt, die viel Geld verdienen und die Handreichung keinerlei missionarische Absichten hegt. Manager und Unternehmen sollen angesprochen werden, die sich dem Leitbild des „ehrbaren Kaufmanns“ längst verschrieben haben und nach Anregungen und Vorschlägen suchen, wie dieses Leitbild umgesetzt werden kann.

Eines ist dabei zugleich klar: auch Manager und Unternehmen, die sich ernsthaft bemühen, verantwortungsvoll und integer zu führen und zu handeln, können im Einzelfall scheitern. Dass es zu keinem „systemischen Fehlverhalten“ in diesen Organisationen kommt, dazu möchte die Handreichung des FCI beitragen.

Download der Handreichung

Die FCI-Handreichung „Unternehmensintegrität & Compliance – Was wirklich wichtig ist.“ kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

Hier finden Sie die Pressemitteilung zum Download.

FCI News Juni 2016

EXISTING PRACTICE IN COMPLIANCE 2016

Aktueller Benchmark-Survey von EY und FCI zu Stand und Trends im Integritäts- und Compliance-Management veröffentlicht

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY und das Forum Compliance & Integrity (FCI) haben im Mai den „Existing Practice in Compliance 2016 Survey“ veröffentlicht. Damit liegt eine umfassende Vergleichsstudie hinsichtlich des Stands und Trends in Integritäts- und Compliance-Management-Systemen vor. Grundlage hierfür war eine standardisierte Befragung eines ausgewählten Teilnehmerkreises mit bereits fundierten Erfahrungen in der Implementierung eines Compliance-Management-Systems (CMS). Die im Oktober und November 2015 durch EY durchgeführte Erhebung fragte nach der Selbstevaluierung des Umsetzungsstands des unternehmenseigenen CMS. Ziel war es, Erkenntnisse zu erlangen, wie das CMS bei den teilnehmenden Unternehmen aktuell ausgestaltet ist und wie die implementierten CMS noch sinnvoll weiterentwickelt werden können.

Ausgewählte Ergebnisse

Interessant ist dabei unter anderem das Ergebnis, dass die Kernelemente des Compliance-Management-Systems in vielen Unternehmen nur in der Unternehmenszentrale (46%) und nicht unternehmensweit umgesetzt sind. Uneinigkeit bestand beispielsweise bei der Berücksichtigung von Compliance im Rahmen der Anreizsysteme für Führungskräfte: bei 44% der befragten Unternehmen findet keine Berücksichtigung statt und nur bei 18% ist die Rück-forderung von vertraglich vereinbarten Vergütungszahlungen von Managern möglich, die dem Unternehmen durch einen Compliance-Verstoß Schaden zugefügt haben. Bemerkenswert ist ferner, dass etwa 16% der befragten Unternehmen ihre Geschäftsführung nicht zu Compliance-Themen schulen, obwohl genau dies wichtig wäre, um zentrale Erfolgskriterien wie „tone from the top“ oder „walk the talk“ mit Leben zu füllen und Compliance glaubwürdig zu machen.

Hintergrund

Der Benchmark-Survey wurde erstmals 2014 vom Forum Compliance & Integrity in der Arbeits-gruppe „CMS Evaluation & Benchmarking“ unter Beteiligung von Prof. Dr. Stephan Grüninger, Direktor des FCI und des Konstanz Institut für Corporate Governance (KICG), Maximilian Jantz, ehem. Akademischer Mitarbeiter des KICG und Carsten Tams, Senior Vice President bei Bertelsmann entwickelt und durchgeführt. Die Weiterführung des Survey hat federführend Andreas Pyrcek, Partner bei EY, übernommen. Bei Fragen zum Survey können Sie sich an Herrn Pyrcek wenden: Telefon +49 211 9352 26881, E-Mail andreas.pyrcek@de.ey.comwww.de.ey.com.

FCI News Mai 2016

COMPLIANCE 2.0

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Compliance Manager präsentiert Prof. Dr. Stephan Grüninger, Direktor der FCI, in einem Artikel sechs Thesen für mehr Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit im Compliance Management.

„Compliance hat in der Vergangenheit oftmals versagt, der aktuelle „VW-Abgas­skandal“ ist nur ein Beispiel. Es muss nicht alles neu erfunden werden, und nicht alles, was Unternehmen in der Vergangenheit im Bereich ­Compliance taten, ist schlecht. Aber es ist an der Zeit, Compliance neu zu denken. Worauf kommt es wirklich an im Compliance Management 2.0? Meine Antwort lautet, dass Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit gefördert werden müssen und gefördert werden können. Wie, das versuche ich im Rahmen von sechs Thesen zu skizzieren.“

Den vollständigen Artikel können Sie hier lesen.

 

FCI News Oktober 2015

EXISTING PRACTICE IN COMPLIANCE 2015 SURVEY

Aktuell führen das Forum Compliance & Integrity und Ernst & Young einen Benchmark-Survey zu bestehenden Compliance-Maßnahmen in deutschen Unternehmen durch. Survey-Teilnehmern wird dadurch eine wertvoller Vergleich mit Unternehmen ähnlicher Größe, Branche etc. zur Compliance-Umsetzung ermöglicht. Die Teilnahme ist ab sofort möglich. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

FCI News Oktober 2014

HANDBUCH COMPLIANCE-MANAGEMENT IST IN ZWEITER AUFLAGE ERSCHIENEN

Prof. Dr. Stephan Grüninger gibt gemeinsam mit Prof. Dr. habil. Josef Wieland und Dr. Roland Steinmeyer die 2. völlig neu bearbeitete und wesentlich erweiterte Auflage des Compliance-Standardwerks heraus.

Für weitere Informationen sowie zur Bestellung des Buchs siehe hier.

Das Management von Compliance und Integrität ist heute wesentliche Aufgabe erfolgreicher Unternehmensführung. Erst die Sicherstellung eines rechtlich einwandfreien, gesellschaftlich akzeptablen und betriebswirtschaftlich effizienten Unternehmenshandelns garantiert nachhaltig Marktzugang, Wertschöpfung und Wohlstand.

Welche Mindestanforderungen ein zielgerichtetes Compliance-Management in Wirtschaft und Verwaltungheute erfüllen muss, um glaubwürdig, effizient und effektiv zu sein, erläutern die Beiträge dieses erstklassig besetzten Handbuchs.

  • Konzeptionelle Grundlagen: von Aufgaben von Compliance und Integrität in Organisationen bis zu Anforderungen an Compliance-Management-Systeme u.v.m.
  • Rechtliche Rahmenbedingungen: ein detaillierter Überblick zu compliance-relevanten regulatorischen und rechtlichen Fragen
  • Praxiserfahrungen aus Unternehmen: Spezialisten berichten aus unterschiedlichen betrieblichen Funktionsbereichen, von der Risikosteuerung bis zur internen Kommunikation
  • Herausforderungen globalisierter Märkte: Internationale Autoren präsentieren ihre Einschätzungen, insb. auch zu Schwellen- und Entwicklungsländern

Um wichtige Themenstellungen ergänzt empfiehlt sich die aktualisierte Neuauflage wieder mit vielen Praxisbeispielen und Materialien wie der Compliance-Checkliste des Zentrums für Wirtschaftsethik.

FCI News Mai 2014

ANFORDERUNGEN AN EIN EFFEKTIVES COMPLIANCE MANAGEMENT

Leitlinien mit Empfehlungen für die Ausgestaltung und Beurteilung von CMS jetzt erschienen!

 Informationsflyer (164,8 KiB)

  • Wie können Unternehmen durch ein funktionsfähiges Compliance-Management-System die Erfüllung der wesentlichen Organisationspflichten bei der Leitung und Überwachung von Unternehmen sicherstellen?
  • Welche Strukturen sind notwendig, um ein angemessenes und wirksames Compliance Management sicherzustellen?
  • Welche Voraussetzungen erfordern eine eigenständige groß angelegte Compliance-Organisation?
  • Ist es notwendig, einen eigenen Compliance Officer/Chief Compliance Officer zu haben?
  • Welche Compliance-Maßnahmen und -Strukturen können in kleineren und mittelständischen Unternehmen als funktional äquivalent zu einer eigenständigen Compliance-Abteilung angesehen werden?

Diesen Fragen ist das KICG in seinem Forschungsprojekt „Leitlinien für das Management von Organisations- und Aufsichtspflichten“ nachgegangen, an dem zahlreiche Mitgliedsunternehmen des Forum Compliance & Integrity aktiv beteiligt waren. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts sind nun erschienen und stehen auf der Website des KICG zum kostenlosen Download bereit.

FCI News Juni 2013

KOOPERATION DES FCI MIT DEM DEUTSCHEN INSTITUT FÜR COMPLIANCE (DICO)

Im Juni 2013 sind das FCI und das Deutsche Institut für Compliance (DICO) zu ihrer weiteren strategischen Ausrichtung eine wechselseitige Kooperation eingegangen. Aufgrund der Mitgliederzahl, der jeweiligen Netzwerke und der spezifischen Arbeit beider Arbeitskreise wird durch die Kooperation die gegenseitige Unterstützungsarbeit im Bereich Compliance & Integrity gefördert. Die Kooperation wurde weiter durch die Übernahme des Vorsitzes des DICO-Ausschusses „Integrity & Governance“ durch den Direktor des Forum Compliance & Integrity, Herrn Prof. Dr. Grüninger, verfestigt.